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10. Mitteilung: Zum Anstieg der...
Journal article

10. Mitteilung: Zum Anstieg der SGA-Neugeborenenrate durch das Rauchen der Mütter in der Schwangerschaft und Risikostruktur von „starken Raucherinnen“

Abstract

Die Ergebnisse der Perinatalerhebung in Deutschland zeigten, dass etwa 20 % der Schwangeren auch nach Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft weiter rauchten. Bei 719 250 Lebendgeborenen des Jahrgangs 1992 wurden damit 143 850 Neugeborene schon in ihrer Fetalperiode durch Rauchschadstoffe geschädigt. In Abhängigkeit vom täglichen Zigarettenkonsum erhöhte sich die Hypotrophierate (< 10. Gewichtsperzentile) von 9,8 % (Neugeborenpopulation von Nichtraucherinnen) auf 15,9 % bei Raucherinnen mit 1 - 5 Zigaretten täglich bzw. auf 26,5 % bei Raucherinnen mit 21 und mehr Zigaretten täglich. Die berechnete Anzahl von durch das Rauchen in der Schwangerschaft zusätzlich zu versorgenden hypotrophen Neugeborenen für Deutschland betrug rund 14 000, wenn man die Anzahl der Lebendgeborenen von 1992 zu Grunde legt. „Nur“ 7,3 % davon waren hypotrophe Frühgeborene, ein Großteil waren hypotrophe Termingeborene mit 91,7 %. Die Ergebnisse zeigten, dass das Rauchen in der Schwangerschaft einen bedeutend höheren Stellenwert in der Diskussion um Ursachen und Prävention von Wachstumsretardierungen erhalten muss. „Starke“ Raucherinnen mit 11 und mehr Zigaretten täglich fanden wir in der Regel bei allein stehenden Müttern mit 2, 3 und mehr Kindern mit niedriger Qualifikation und relativ hohem Alter.

Authors

Voigt M; Fusch C; Olbertz D; Carstensen M; Brüning A; Hartmann K; Hesse V

Journal

Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Vol. 66, No. 3, pp. 270–276

Publisher

Thieme

Publication Date

March 1, 2006

DOI

10.1055/s-2006-923988

ISSN

0016-5751

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