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Zerebrale Metastasierung beim Ovarialkarzinom -...
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Zerebrale Metastasierung beim Ovarialkarzinom - Ein Fallbericht

Abstract

Wir berichten über einen Fall von zerebraler Metastasierung eines Ovarialkarzinoms. Tritt diese seltene Form der systemischen Tumorausbreitung auf, so ist die weitere Prognose im allgemeinen infaust. Hierbei spielt das Ausmaß des zerebralen Tumorbefalls anscheinend nur eine untergeordnete Rolle. Fraglich ist auch der Einfluß der jeweiligen Therapie auf die Überlebenszeit, insbesondere bei gleichzeitiger extrazerebraler Tumormanifestation. So lassen sich durch die als Therapie der Wahl geltende Ganzhirnbestrahlung in den meisten Fällen zwar Remissionen erzielen, diese dauern in der Regel jedoch nur wenige Monate an. Bisher gibt es nur vereinzelte Hinweise darauf, daß sich die Behandlungsergebnisse entweder durch eine zusätzliche Operation im Falle einer Solitärmetastase oder durch eine Chemotherapie signifikant verbessern lassen. Aufgrund der insgesamt nur geringen Fallzahlen basieren die hierzu vorliegenden Daten allerdings zumeist auf retrospektiven Analysen. Weitere Untersuchungen an größeren Patientenkollektiven wären wünschenswert, um die bisher beim zerebral metastasierten Ovarialkarzinom angewandten Therapieverfahren in ihrem Stellenwert besser einschätzen zu können.

Authors

Bischoff J; Schünemann H

Journal

Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Vol. 57, No. 06, pp. 361–363

Publisher

Thieme

Publication Date

June 1, 1997

DOI

10.1055/s-2007-1023098

ISSN

0016-5751
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