AuszugKleinere Bezirke der Körperoberfläche können für eine Wundversorgung oder die Entfernung einer kleinen Weichteilgeschwulst durch Infiltration eines Lokalanästhetikums schmerzfrei gemacht werden. Das Medikament wird entweder intrakutan, subkutan oder intramuskulär infiltriert. Bei einer frischen Wunde spritzt man nicht vom Wundinneren aus. Dies wäre zwar für den Patienten besonders schmerzarm durchführbar, weil nicht durch den intakten Hautmantel gestochen werden muss, man würde dabei aber die Keime aus der Wunde in die Umgebung transportieren und in die durch die Infiltration geschaffenen Hohlräume verschleppen. Auf diese Weise können Abszesse entstehen. Deshalb wird grundsätzlich die Umgebung einer Wunde durch den intakten, zuvor desinfizierten Hautmantel hindurch infiltriert. Die Wunde bzw. der Weichgewebetumor wird rautenförmig umspritzt. Dazu werden jeweils nur an den beiden gegenüber liegenden Spitzen der Raute eingestochen und von einer Einstichstelle aus jeweils 2 der 4 Schenkel der Raute unterspritzt.