Das Meningeom: Management des häufigsten hirneigenen Tumors Academic Article uri icon

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abstract

  • Zusammenfassung. Meningeome sind die häufigsten hirneigenen Tumoren und haben eine medizinische Relevanz in der Hausarztmedizin. Diese Tumoren sind überwiegend gutartig (WHO-Grad I) und können entweder beobachtet oder operiert werden. Bei einer kompletten Tumorentfernung ist das Rückfallrisiko gering. Höher-gradige Meningeome (WHO-Grad II/III) bedürfen meist einer multimodalen Therapie mit Operation und Strahlentherapie, auch wenn hierzu keine kontrollierten Studien vorliegen. Das Rezidivrisiko dieser Meningeome ist wesentlich höher, sodass engmaschiger mittels kranialer Magnetresonanztomografie nachuntersucht werden muss, um Rezidive früh zu entdecken. Neue Systemtherapien mit gezieltem Wirkmechanismus («targeted drugs») erweitern das therapeutische Spektrum und kommen zum Einsatz, wenn die lokalen Therapieverfahren versagen (z.B. Bevacizumab, Sunitinib). Bei Meningeomen aller WHO-Grade empfiehlt sich die Festlegung einer therapeutischen Strategie im Rahmen eines interdisziplinären Tumorboards.

authors

  • Hundsberger, Thomas
  • Surbeck, Werner
  • Hader, Claudia
  • Putora, Paul Martin
  • Conen, Katrin
  • Roelcke, Ulrich

publication date

  • April 2016

published in