Deutschsprachige Validierung des Body-Q – standardisiertes PRO-Messinstrument nach bariatrischen und körperformenden Eingriffen Academic Article uri icon

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abstract

  • ZusammenfassungDie Beurteilung der Lebensqualität-Veränderung mittels Patientenfeedback ist eine der wichtigsten Informationsquellen zur Qualitätssteigerung körperformender und/oder postbariatrischer Eingriffe. Standardisierte Messmethode ist dabei von außerordentlicher Bedeutung. BODY-Q (A. Klassen et al.) ist ein vielseitiges valides Messinstrument und umfasst auf insgesamt 26 Skalen die Beurteilung des äußeren Erscheinungsbildes einzelner Körperregionen, die psychosozialen bzw. gesellschaftlichen Aspekte, die Funktionalität und Einschränkungen im Alltag sowie die Zufriedenheit mit dem medizinischen Personal und der Behandlung. All diese Aspekte werden zum ersten Mal in einem Prozess objektiviert und letztendlich quantifiziert. Jede Skala beinhaltet vier bis 10 Aussagen, welche von Patienten zu vier möglichen Ausprägungen zugeordnet werden können. BODY-Q wurde entsprechend den Richtlinien der ISPOR-Organisation (International Society for Pharmacoeconomics and Outcomes Research) kreiert und zahlreichen psychometrischen Tests unterzogen. BODY-Q zeigte konsistente Ergebnisse und wurde somit zu einem standardisierten PRO-Messinstrument (Patient Related Outcome) zur Beurteilung der Lebensqualität nach postbariatrischen und/oder körperformenden Eingriffen.Zwecks internationaler Anwendbarkeit bestehen Richtlinien zur sprachlichen Validierung solcher Messinstrumente. Diese sind durch eine der Organisationen der ISPOR-Gesellschaft etabliert worden. Folgend diesen Richtlinien erfolgte die sprachliche Validierung in den Niederlanden, Dänemark, Finnland und Polen. In dieser Arbeit führten wir die sprachliche Validierung des BODY-Q zu Deutsch unter Anwendung der entsprechenden Richtlinien durch. Hierbei entstand aus einer Rohfassung der Übersetzung die Rückübersetzung in die Original-Sprache Englisch, welche von den Originalautoren kommentiert wurde. Diese Kommentare wurden berücksichtigt und mehrfache Patienteninterviews wurden geführt, um die Anwendbarkeit des Messinstrumentes ohne inhaltliche Missverständnisse zu erreichen.Angestrebt wird eine internationale Zusammenarbeit mit der Möglichkeit der Erstellung großer und einheitlicher Patientenkohorten, um hierdurch aussagekräftigere Ergebnisse zu generieren, welche wiederum der Verbesserung der Behandlungsqualität in der Plastischen Chirurgie dienen.

authors

  • Hermann, Natalie
  • Klassen, Anne
  • Luketina, Rosalia
  • Vogt, Peter M
  • Busch, Kay Hendrik

publication date

  • August 2019